Alles, was Radfahrer vor der Tour wissen sollten.
Welche Fähren gibt es am Donauradweg Österreich?
Am österreichischen Donauradweg (EuroVelo 6, Passau→Wien) gibt es 6 Radfähren: Gierseilfähre Grein–St. Nikola (OÖ), Fähre Spitz–Arnsdorf (Wachau), Fähre Weißenkirchen–Joching (Wachau), Motorfahre Dürnstein–Rossatz (Wachau), Rollfähre Korneuburg–Klosterneuburg (NÖ) und Radfähre Orth–Haslau (NÖ.). Alle nehmen Fahrräder mit, fast alle nur Barzahlung.
Sind die Fähren am Donauradweg obligatorisch?
Nein – alle Fähren sind optional. Es gibt immer eine Brücke als Alternative, meist 5–20 km Umweg. Empfehlenswert sind sie trotzdem: Sie verbinden die schönsten Uferrouten und die Wachau-Fähren sind Teil des offiziellen EuroVelo 6-Routenverlaufs. Die Gierseilfähre Grein ist zudem ein touristisches Highlight für sich.
Was kostet es, mit dem Fahrrad überzusetzen?
Die Fähren sind sehr günstig: €1,50–4 für eine Person, Fahrrad zusätzlich ca. €1–3 (je nach Fähre). Für eine vollständige Durchfahrt mit allen 6 Fähren solltest du mit €15–30 gesamt rechnen (beide Personen + 2 Räder). Immer Bargeld bereithalten – keine Kartenzahlung!
Was ist die Gierseilfähre Grein und warum ist sie besonders?
Die Gierseilfähre Grein–St. Nikola ist eine historische Fähre, die ohne Motor betrieben wird – der Strömungsdruck der Donau treibt das Schiff diagonal über den Fluss, geführt von einem Seil. Eine der letzten betriebsfähigen Gierseilfähren Österreichs und ein technisches Denkmal. Die Überfahrt dauert wenige Minuten und ist ein unvergessliches Erlebnis auf dem Donauradweg.
Kann ich mit dem E-Bike die Donauradweg-Fähren nutzen?
Ja – E-Bikes sind auf allen Fähren willkommen. Die Fähren unterscheiden beim Tarif in der Regel nur nach Fahrradtyp/Größe, nicht nach Antriebsart. Mit sehr großen E-Lastenrädern oder E-Bikes mit Anhänger bitte vorher beim Betreiber nachfragen, ob Platz vorhanden ist.
Wie lange dauert der Donauradweg Passau–Wien?
Die österreichische Etappe des Donauradwegs (Passau→Wien, ~360 km) wird typischerweise in 5–7 Tagen absolviert. Sportliche Radfahrer schaffen es in 4 Tagen, gemächliche Genussradler in 7–10 Tagen. Der Weg ist fast durchgehend flach (Gefälle <2%), ideal auch für Familien und Einsteiger.
Wann sind die Fähren geöffnet?
Die meisten Donauradweg-Fähren fahren April bis Oktober, täglich in der Hauptsaison (Mai–September). Viele fahren auf Rufbetrieb – wenn ein Radfahrer am Ufer steht, kommt die Fähre (Warten meist unter 15 Min.). Die Rollfähre Korneuburg–Klosterneuburg fährt ganzjährig. Für genaue Uhrzeiten bitte beim jeweiligen Betreiber anfragen.
Was passiert, wenn eine Fähre ausfällt?
Bei Hochwasser, Sturm oder technischem Defekt stellen Fähren den Betrieb ohne Vorwarnung ein. In diesem Fall gibt es immer eine Brücke in der Nähe als Umweg. In der Wachau: die Brücken bei Krems (Süd) oder Mölk (West) als Alternativen. Routenplaner-Apps (z.B. Komoot, Bikemap) kennen die Brückenvarianten automatisch.
Welche Fähre ist das Highlight auf dem Donauradweg?
Die Gierseilfähre Grein–St. Nikola (OÖ) gilt als das unbestrittene Highlight – motorlos, historisch, einmalig. Unter den Wachau-Fähren stechen die Fähre Dürnstein–Rossatz (Panoramablick auf die Burgruine) und die Fähre Spitz–Arnsdorf (Eingang zur Wachau) hervor.
Gibt es eine Radroute Donauradweg auf der App?
Ja – Komoot, Bikemap und Outdooractive haben den Donauradweg EuroVelo 6 vollständig kartiert, inklusive der offiziellen Fährverbindungen als optionale Varianten. Die Route ist außerdem komplett ausgeschildert (Radweg-Markierung “Donauradweg” / EV6).
Kann ich auch nur die Wachau-Etappe fahren?
Ja – die Wachau-Etappe (Krems–Melk, ~35 km, oder Krems–Passau, ~190 km) ist perfekt als Kurztrip geeignet. Mit den drei Wachau-Fähren, Weinterrassen und dem UNESCO-Welterbe ist sie der schönste Abschnitt des Donauradwegs. Gut kombinierbar mit dem DDSG-Schiff für eine Rad-&-Schiff-Kombi (Rad eine Richtung, Schiff zurück).
Gibt es Gepäcktransport beim Donauradweg?
Ja – mehrere Anbieter (z.B. Eurobike, Radreisen Donauradweg) organisieren Gepäcktransport von Hotel zu Hotel. Das Gepäck wird mit dem Van befördert, du fährst nur mit dem Rucksack. Auf den Fähren selbst gibt es keine offizielle Gepäckbeförderung – das Rad (inkl. Taschen) kommt zusammen mit dem Fahrer über.